KITSCHENBERG ACETAT – handgefertigt in Deutschland

In den späten 1990er Jahren war der überwiegende Teil der Brillenlabels mit plakativen Logos an den Bügeln versehen. Auch die Formensprache der damaligen Brillen sagte uns nicht besonders zu und so beschlossen wir gleich von Anfang an auf ein eigenes Label zu setzen.

Es war nicht leicht einen Produzenten zu finden, der unsere Vorstellungen von Qualität und Verarbeitung erfüllen konnte. Im Jahre 1998 wurden wir im hohen Norden Deutschlands fündig. Das hier ansässige kleine Familienunternehmen blickt auf jahrzehntelange Erfahrung im Acetatbrillenbau zurück.

Brillenfassungen sind trotz Automatisierung aufwendige Produkte. Schnell macht man sich eine falsche Vorstellung davon, wie eine Brillenfassung hergestellt wird. Für unsere hochwertigen Acetatbrillen sind meistens weit über 60 Arbeitsschritte notwendig. Der Ausgangswerkstoff ist Zellulose-Acetat. Es handelt sich um einen halbsynthetischen Kunststoff, dessen Ursprungsmaterial Zellstoff – oft Baumwolle ist. Durch die Veresterung entsteht dann das Acetat. Dieser natürliche Kunststoff wird schon seit über 100 Jahren für die Brillenproduktion genutzt, denn er erfüllt alle Anforderungen. Er lässt sich gut färben, ist hautverträglich und gut anpassbar.

Das Acetat wird in Platten geliefert, aus denen kleine Täfelchen geschnitten werden. Die Brillen werden mit Präzisionsmaschinen und CNC Technik gefräst. Mit individuell gefertigten Werkzeugen findet die Weiterbearbeitung in vielen Einzelschritten statt. Die Frontpartie wird ebenso mehrstufig bearbeitet wie die Brillenbügel, die aus dünneren Kunststoff-Platten gefräst werden. Zur Stabilität der Bügel werden dünne Metalldrähte in die gefrästen Bügel eingesetzt. Nach dem Fräsen werden die einzelnen Teile in rotierende Trommeln eingefüllt. Die darin befindlichen Schleifteilchen und das Poliermittel glätten die Oberfläche der Fassungsteile. Nach mehreren Stunden, zum Teil auch Tagen in unterschiedlichen Trommeln mit immer feiner werdenden Polierteilchen bekommen die Fassungsteile ihre glänzende Oberfläche. Die Scharniere werden von Hand gesetzt.

Auf diese automatische Politur folgt – auch in unserer hochtechnisierten Zeit – immer noch die Politur von Hand – das sogenannte Finishing. Erst diese händische Politur bringt die Farbtiefe und Güte des Materials, sowie die Makellosigkeit der fertigen Brille richtig heraus. Eine Perfektion, die man sehen und spüren kann. Ebenfalls manuell erfolgt die Ausrichtung der Brille, die natürlich später von uns nochmals individuell vorgenommen wird.

Unsere Brillen – Kitschenberg Acetat – sind nicht nur labelfrei, sondern werden auch in Deutschland produziert. Beim Design lassen wir uns überwiegend von historischen Brillen vergangener Jahrzehnte inspirieren. Besonders die Formen, welche schon in den 1920er bis 1940er „Mode“ waren, gefallen uns am besten. Unser Ziel ist es Brillen zu schaffen, die aus der Masse herausstechen und das Flair vergangener Jahrzehnte wiederspiegeln. Zeitlose und schlichte Formen, die nicht aufdringlich sind und den Träger nicht mit Gewalt verändern, sondern mit ihm harmonieren.

Neben der Qualität hat aber auch die Passform der Brillen im Gesicht höchste Priorität und so können unsere Brillen bei Bedarf auch individuell angefertigt werden. Eine Produktion nach Maß ist für uns also kein Problem. Auch die Farbauswahl lässt wenig Wünsche offen, es stehen nahezu 50 Farben zur Auswahl und es kann zwischen polierter oder matter Oberfläche gewählt werden.

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