Yellows Plus

handmade in Fukui – Japan

Fukui – diese Region im Westen Japans gelegen, ist durch extreme und lange Winter geprägt. Hier an diesem magisch erscheinenden Ort entstand vor vielen Jahrhunderten schon eine ausgeprägte Handwerkskultur. Seit 700 Jahren werden hier auf traditionelle Weise die besten japanischen Messer gefertigt. Seit 1500 Jahren wird aus verschiedenen Pflanzenarten feinstes Papier hergestellt. Die exzellente Bodenbeschaffenheit und Wasserqualität lässt in Fukui Reis in höchster Qualität wachsen, aus dem in den ansässigen Brauereien hochwertigster Sake gebraut wird.

Fukui ist aber auch das Zentrum der japanischen Brillenmanufakturen.
Der Inhaber und Designer der japanischen Firma Yellows Plus, Toshiaki Yamagishi, ist in der Präfektur Fukui geboren und aufgewachsen. Er zählt heute zur Garde der Independant-Köpfe unter den Brillenmachern. Die Liebe zu den Brillen und der Umgang mit den edlen Werkstoffen wurden ihm quasi mit in die Wiege gelegt. Nach seiner Ausbildung wurde ihm vor etwa 15 Jahren die Leitung des vom Großvater gegründeten Betriebes übertragen. Das Familienunternehmen war auf den Handel mit Brillenfassungen spezialisiert. Dieses Familienerbe aber hat Toshiaki Yamagishi nicht nur bewahrt, sondern auch weiterentwickelt. Zum einen durch die Einrichtung einer eigenen Fertigung, zum anderen durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten weit über Asien hinaus. Noch sind es relativ wenige und nur ausgesuchte Augenoptiker in aller Welt, die die Produkte der kleinen Manufaktur verkaufen dürfen. Die Qualität soll nicht unter dem Druck hoher Stückzahlen leiden, die Mitarbeiter nicht unter dem Diktat der Uhr stehen – weshalb der kreative Unternehmer es vorzieht, lieber langsam und gesund zu wachsen, als sich der Gefahr auszusetzen, an Ansprüchen zu scheitern, die außerhalb seiner Kontrolle liegen.

In seiner Yellows Plus Kollektion sucht Yamagishi die Vereinigung der Tugenden und Traditionen der heimischen Handwerkskunst und der Moderne, er lässt Weiterentwicklungen und Innovationen einfließen und verschmilzt seine Inspirationen aus unterschiedlichsten Quellen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept. Purismus und Schönheit verleihen seiner Kollektion eine ganz eigene Anmut und einen ganz besonderen Ausdruck.

Es ist zwar kein Naturgesetz, dass das Ergebnis allein deshalb perfekt ist, weil alle Einzelschritte es sind – aber umgekehrt gilt durchaus, dass jede Kette nur so stark sein kann wie ihr schwächstes Glied. Toshiaki Yamagishi legt größten Wert auf jedes einzelne Detail an seinen Brillen. Die Rundkopfniete ist zu seiner persönlichen Handschrift geworden. Die Detailverliebtheit angefangen beim Scharnier zieht sich durch bis zur Oberfläche des verwendeten Acetats oder Metalls, welches in einer Perfektion und Formvollendung beschaffen ist, wie es keine Maschine zu leisten vermag sondern einzig erfahrene Handwerker, die nicht unter Zeitdruck stehen.

Diese Arbeitsweise ist auf dem heutigen Markt fast schon vom Aussterben bedroht. Internet und Billigbrille sind auf dem Vormarsch und bedrohen traditionelle, kleine, individuelle und unabhängige Unternehmen, die nicht leistungsorientiert, sondern qualitätsorientiert arbeiten. Toshiaki Yamagishi hat für sich und seine Brillen eine ausgewählte Nische, einen unverrückbaren Freiraum geschaffen – ein Relikt aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Nur unter diesen Bedingungen kann es jene konstruktive Kompromisslosigkeit und Produktivität geben. Über Generationen gereifte Erfahrung kombiniert mit der Finesse bei der Beherrschung der Werkzeuge begleitet jedes Produkt vom ersten Arbeitsschritt bis zum letzten Schliff zur Vollendung einer Idee. Das Ergebnis ist eine ausgereifte, formvollendete und vor allem individuelle Brillenfassung, die allein für sich schon ein Meisterstück ist, im Gesicht ihres Trägers aber erst zu einem perfekten Begleiter für jeden Tag und zu jedem Anlass wird.

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