Garrett Leight

Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich die ersten Brillen von Garrett Leight vor ein paar Jahren auf einer Messe entdeckt habe. Das Label kannte ich nicht. Die Brillen, das Logo, der Name – alles erinnerte doch stark an Oliver Peoples. Nach kurzer Recherche war alles klar. Der Mitbegründer und Designchef von Oliver Peoples ist Larry Leight, der Vater von Garrett Leight. Und hier trifft also die Aussage – wie der Vater so der Sohn.

Garrett arbeitete nach seinem Journalismus Studium einige Zeit bei Oliver Peoples und fokussierte seine Tätigkeiten im Bereich der Gestaltung, der Entwicklung der Rahmen und im Marketing. Vor fünf Jahren machte sich der 1984 in Venice Beach geborene Sohn von Larry Leight in seiner Heimatstadt selbstständig. Er eröffnete einen Eyewear Concept Store, in dem neben zeitgemäßen und alten Brillen auch Schuhe, Kleidung, Bücher und Musik verkauft werden. Im Kern ist dieser Laden ein Optik-Fachgeschäft, in dem der Kunde die Beratung eines ausgebildeten Optikers bekommt – und das passende Outfit gleich dazu.

Die Passion von Garrett liegt aber im Brillendesign. Und schon kurz nach Eröffnung seines Konzeptstores präsentierte der Leight-Sprössling seine erste eigene Kollektion unter dem Kürzel GLCO – Garrett Leight California Optical.

Seine Liebe zu Kalifornien und besonders zu Venice Beach fließt in seinen Designprozess wie auch in die Namensgebung ein – alle Rahmen sind benannt nach den Straßen von Venice. Das Talent, schöne Brillen zu entwerfen, und der Sinn für ansprechende Formen und zeitloses Design wurden ihm wohl mit in die Wiege gelegt. Die Brillen überzeugen nicht nur optisch, sondern wer mal eine auf der Nase hatte, wird auch von dem einzigartigen Tragekomfort überzeugt sein. Die ausgewogene, zum Teil sehr filigrane Materialstärke, die Formen und
die Verarbeitung sind einfach perfekt. Es werden beispielsweise fast ausschließlich handgenietete Scharniere verwendet. Meistens sind die Scharniere fünflappig und damit besonders verwindungssteif. Die Brillen werden nicht mit aller Gewalt neu erfunden, sie greifen das klassische Küstenleben Kaliforniens auf. Die Formen und Farben der charakteristischen Brillenmodelle erinnern an amerikanische Roadmovies der fünfziger, sechziger und auch siebziger Jahre.

Das noch sehr junge Label aus Kalifornien schreibt Erfolgsgeschichte. Dabei strebt Garrett Leight an, verloren gegangenen Styles ein Denkmal zu setzen und das Gefühl einer ganz besonderen Zeit wieder aufleben zu lassen. Die meisten Brillen sind aus Acetat und handgefertigt. Hier steht eben nicht nur das Design – wie leider bei sehr vielen andern Brillen Marken – im Vordergrund, sondern auch die Verarbeitung und das zum bestmöglichen Preis. Denn Garrett Leight möchte ein langlebiges Produkt mit Seele schaffen, eines das einem auch nach Jahren immer noch ein treuer Begleiter ist.

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